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Studienexkursion zu „Mendelssohn-Orten" in Berlin

..Dort sind 29 getaufte Nachkommen Moses und Fromet Mendelssohns begraben und in einer ehemaligen Kapelle wird seit Ende 2013 eine Dauerausstellung zur Geschichte der Mendelssohn-Familie gezeigt. Die abschließende Soirée-Collage aus Solo-Liedern, Duetten und  einer Lesung von Familienbriefen findet in einem Zelt neben dieser Ausstellungskapelle statt  (ab 17 Uhr), auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof I, wo auch die Ehrengräber der Familien Mendelssohn Bartholdy und Hensel liegen. Andrea Chudak (Sopran) und Rainer Killius (Bariton) singen zur Gitarren-Begleitung von Lidiya Naumova Lieder von Fanny Hensel, die am 14. Mai 1847 bei ihren Proben für eine Sonntagsmusik im Alter von 42 Jahren gestorben ist.

Die Geschichte des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn und seiner Nachkommen ist, mehr als mit jeder anderen deutschen Stadt, mit Berlin und Hamburg verbunden.

In der Hansestadt lernte Moses Mendelssohn seine Braut Fromet Gugenheim kennen, hier lebten zu verschiedenen Zeiten seine Freunde Aaron Gumpertz, Gotthold Ephraim Lessing und Nathan Meyer. Hier residierte zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Bankhaus seiner Söhne Joseph und Abraham, hier wurden seine Komponisten-Enkel Fanny und Felix geboren, hier betrieben seine Tochter Recha Meyer und seine Enkelin Betty Pensionate für Höhere Töchter. In Hamburg gründete ein berühmter Nachkomme der 5. Generation, der Friedensforscher Albrecht Mendelssohn Bartholdy, mit Hilfe der Warburgs sein Institut für Auswärtige Politik, von hier wurde der Wissenschaftler ins Exil vertrieben. In Berlin war die Familie Mendelssohn mit ihren Bankiers, Künstlern und Gelehrten über fünf Generationen präsent – durch ihre wirtschaftliche Bedeutung, durch ihr soziales und mäzenatisches Engament, durch ihre kulturellen Leistungen. Doch viele Gebäude, in denen Mendelssohns als Hamburger oder Berliner lebten und arbeiteten, existieren nicht mehr, manche Orte wurden vergessen.

Die in Berlin vor 50 Jahren gegründete Mendelssohn-Gesellschaft veranstaltet mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, dem Evangelischen Friedhofsverband Berlin Stadtmitte, der Fanny- und Felix-Mendelssohn-Gesellschaft Hamburg, dem Verein Heine-Haus Hamburg und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden ganztägige Studienexkursionen zu „Mendelssohn-Orten“: in Hamburg und Berlin. Diese Stadterkundungen per Bus steuern Wohn-, Wirkungs- und Grabstätten Moses Mendelssohns und seiner Nachkommen an. Sie werden begleitet von einem Team aus mehreren Historikern und Stadtführern und enden jeweils mit einem Konzert am historischen Ort.  

Ticket Studienexkursion & Konzert: 45 €.

Nur-Konzertbesucher werden in Berlin (Dreifaltigkeitsfriedhof I) um eine Spende als Kostenbeitrag gebeten.

Für Nur-Konzert-Teilnehmer im Hamburger Jenisch-Haus: Eintritt 10 €.

Anmeldung für alle Teilnehmer und Anreise-Info für Teilnehmer aus der jeweils anderen Stadt: reservierung@mendelssohn-remise.de; Tel. 030 81 70 47 26

 

 

 

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