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cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes: TO BE OR NOT TO BE (SEIN ODER NICHTSEIN)

..um die Untergrundbewegung im besetzten Polen zu schützen – in der wohl wichtigsten und gefährlichsten Aufführung ihres Lebens. Mit Charme, Witz und manch dreister Pointe wirft Lubitschs Satire ein humorvolles, doch nicht lächerliches Licht auf die Zeit der Nazi-Besetzung in Polen.

Original mit Untertitel

Pressestimmen:

»Ernst Lubitschs politische Satire auf die Nazis, so scharf und so klarsichtig wie vorher die auf die Kommunisten in Ninotschka, ist im Jahre 1942 entstanden. Ihre Wiederaufführung zeigt, daß sie künstlerisch so jung und wirksam, politisch so richtig und geißelnd geblieben ist, wie man sie in Erinnerung hatte. Lubitsch, der zusammen mit Melchior Lengyel das Drehbuch erarbeitete, stand, als er den Film schrieb und in Szene setze, unter dem Eindruck des Siegesmarsches der Deutschen, der Erschütterung der Vernichtung des jüdischen Volkes, der ruchlosen Unterdrückung der Polen. Lubitsch war ein Komödienkünstler, und seiner Statur und seinem Temperament gemäß behandelte er, was zu sagen ihm am Herzen lag: in der Form der satirischen Komödie gab er sein Bekenntnis zur Humanität, zur Freiheit des Einzelnen in einer frei organisierten Gesellschaft, in den Humor kleidete er seinen Glauben an den Triumph des Geistes über die Gewalt, den Terror, die Unmenschlichkeit. Er war ein Humorist mit starken satirischen Einschlag, und seiner Begabung folgend, wählte er die Stoffe, das Thema, und immer gestaltete er sin Thema, wie heikel es auch sein mochte, mir der instinktiven Sicherheit des sensiblen Künstlers, der in seiner Menschlichkeit nicht versagt.« ms.: Sein oder Nichtsein. In: Neue Zürcher Zeitung, 5.5.1962

»Nur ein Könner wie Lubitsch durfte es sich erlauben, das Furchtbare und Böse in heiterer Verzerrung darzustellen. Er entlarvt den Popanz des Nationalsozialismus durch Groteske. Er setzt der dummen und gemeinen Unmenschlichkeit seine souveräne Menschlichkeit entgegen. Ungeist und Zynismus wird mit Geist und Ironie beantwortet. Lubitsch und seinen glänzenden Schauspielern (Jack Benny, Carole Lombard, Robert Stalk, Felix Bressart, Sig Ruman) gelang, über die Stupidität eines Diktatursystems zu lächeln, es lächerlich zu machen, ohne seine tödliche Gefährlichkeit zu unterschätzen und ohne den guten Geschmack zu verletzen.« t.l.: Lustspiel einer Tragödie. In: Die Welt, 30.1.1959

»Humor kann eine tödliche Waffe sein. Seine Feinde bloßstellen und sie der Lächerlichkeit preisgeben – das kann wirksamer sein als jedes Pamphlet. Ernst Lubitsch hat die Nazis mit seiner Komödie Sein oder Nichtsein bis auf die Knochen blamiert. Brutal, verschlagen, feige und dumm bis ins Mark führt er sie vor, einer wie der andere eine Knallcharge.

›Wenn wir die Nazis schon nicht wirklich totlachen können, machen wir uns wenigstens Mut, indem wir uns über sie amüsieren‹, muß Lubitsch gedacht haben. Verpackt hat er diese todernste Geschichte in eine Komödie, die vor Witz und Charme nur so sprüht und funkelt. Irrwitziger Ideenreichtum, Selbstironie, hervorragende Darsteller und die üblich gestochen scharfen, pointierten Dialoge geben Sein oder Nichtsein die Ausstrahlung, die auch nach 44 Jahren nicht matt gewor­den ist. Wiglaf Droste: Nazis sind doof. In: die Tageszeitung, 23.6.1986


Veranstalter: Institut für die Geschichte der deutschen Juden (www.igdj­hh.de) in Kooperation mit dem Metropolis­Kino Hamburg

Eingeschränkt barrierefrei

Informationen Ticketverkauf:
Kasse und Café öffnen eine halbe Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung.
Das Kino ist für Rollstuhlfahrende ohne fremde Hilfe zugänglich.

Kartenreservierung unter Tel. 040-34 23 53
Adresse: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10

 

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c/o CineGraph e.V., Schillerstr. 43, 22767 Hamburg

Tel.: 040-352194 | Fax: 040-345864 | E-Mail: presse@cinegraph.de | www.cinefest.de

 

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