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Vortragsreihe: AMBIVALENZEN IM ZIONISMUS

Keine dieser Bestrebungen war indes Aufsehen erregender und umstrittener, als die der Israelischen Sozialistischen Organisation, die seit dem Junikrieg des Jahres 1967 unter dem Namen ihrer Zeitschrift Matzpen (Kompass) internationale Berühmtheit erlangte. Da stand die Gruppe mit ihrer Forderung nach einem unmittelbaren israelischen Rückzug aus den jüngst besetzten Gebieten in Israel außerhalb des nationalen Konsens, um mit ihrer Hoffnung auf eine sozialistische Revolution im Nahen Osten indes eine Heimat in der globalen neuen Linken zu finden. Im Zentrum des Vortrags steht diese Geschichte von Matzpen, die 1962 als Abspaltung von der Kommunistischen Partei Israels gegründet wurde und seit ihrem Bestehen eine Lösung des Palästinakonflikts und einer gemeinsamem jüdischen-arabischen Zukunft im Nahen Osten zum Schwerunkt hatte. Darüber hinaus wird der Blick zugleich auf die Frage gerichtet, inwiefern diese vergangene Hoffnung ebenso von der vergangenen Utopie einer sozialistische Revolution zehrte, wie sich zugleich die jüdische Erfahrung des „Zivilisationsbruchs“ Auschwitz außen vor hielt.
Lutz Fiedler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und am Institut für Kulturwissenschaften der Humboldt-Universität Berlin. Er arbeitet gegenwärtig an einer Biografie zu Nahum Goldmann. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen gehört: „Matzpen. Eine andere israelische Geschichte“ (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2017)

Weitere Termine: 17.10. + 7.11.2017 (Siehe Flyer anbei)

 

Die Veranstaltung ist bedingt barrierefrei.


VERANSTALTUNGSORT:
INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGDJ) Vortragsraum 2. Stock 02/23
BEIM SCHLUMP 83 / ECKE MONETASTR.
20144 HAMBURG
Tel.: 040 - 42 838 - 2617
Fax: 040 - 44 808 66
E-Mail: geschaeftszimmer@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

Sie erreichen das Institut mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 +15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

 

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