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Vortragsreihe "Bildgeschichten"

Diese Fragen trieben die sozialistischen Zionisten um, die in Folge antisemitischer Verfolgung und wirtschaftlicher Nöte in Osteuropa besonders seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Einwanderung nach Palästina propagierten. Der Entwurf einer neuen jüdischen – insbesondere männlichen – Identität als Gegenentwurf zu antisemitischen Stereotypen in den Herkunftsländern war zentral. Dabei spielten Vorstellungen von idealer Kleidung eine wichtige Rolle. Der Vortrag fragt, inwiefern politische Fotografien von zionistischen Gruppen einen innovativen Einblick in die komplexen, transnationalen Aushandlungsprozesse neuer zionistischer Zugehörigkeitsgefühle geben können.

Dr. Svenja Bethke ist Lecturer für Moderne Europäische Geschichte an der Universität in Leicester und stellvertretende Direktorin des dortigen Stanley Burton Centres für Holocaust- und Genozidstudien. Zurzeit forscht sie als Marie Curie Fellow am Avraham Harman Institut für zeitgenössisches Judentum an der Hebräischen Universität (Jerusalem).

Über unsere Vortragsreihe:
 
KAMERABLICKE. JÜDISCHE BILDGESCHICHTE(N)
Trotz des vor Jahren vielfach beschworenen „visual turns“ fristen Bildquellen in den Geschichtswissenschaften weiterhin ein Randdasein. Dabei können historische Zeichnungen, Fotografien oder Filme wichtige Einblicke geben und mitunter andere Perspektiven auf den Untersuchungsgegenstand eröffnen. Sechs WissenschaftlerInnen stellen ihre Forschungen zu historischem Bildmaterial vor. Sie verstehen Bilder nicht als Abbildungen, sondern als kritisch zu hinterfragende Quellen, die gerade aufgrund ihrer vermeintlichen Authentizität dekonstruiert werden müssen. Die Themen reichen dabei von der Frage nach jüdischen Gegenbildern zum antisemitischen Bilddiskurs im Nationalsozialismus über die Bedeutung von Fotoalben für die Konstruktion von Familiengeschichten im Kontext von Migration, Flucht und Exil, bis hin zur visuellen Nationswerdung im Staatsbildungsprozess Israels oder der fotografischen Erkundung jüdischen Lebens in Ungarn.
Die Vortragsreihe findet begleitend zur vierten Online-Ausstellung im Rahmen der Online-Quellenedition „Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte“ (juedische-geschichte-online.net) statt. Sie widmet sich ebenfalls (der) „jüdischen Bildgeschichte(n)“.
 
Eingeschrängt Barrierefrei
 
 
INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE
DER DEUTSCHEN JUDEN (IGdJ)
BEIM SCHLUMP 83, 20144 HAMBURG
Seminarraum im 2. OG, eingeschränkt barrierefrei
Tel.: 040 – 42 838 – 2617
Fax: 040 – 44 808 66
E-Mail: kontakt@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de
Sie erreichen das Institut für die Geschichte der deutschen Juden mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 + 15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

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