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Vortragsreihe: Die Israelische Gesellschaft als Streitgesellschaft

Ob in der Siedlungspolitik, sozialen Fragen oder der Gleichstellung der Geschlechter – in allen wichtigen gesellschaftlichen und politischen Debatten sind orthodoxe Stimmen deutlich zu vernehmen. Wie aber steht die Orthodoxie zu Israel? Und in welcher Weise prägt sie den jüdischen Staat? Diesen Fragen widmet sich der Vortrag anhand historischer und aktueller Entwicklungen. Daniel Mahla ist Historiker und seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur sowie Koordinator des Zentrums für Israel-Studien der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2014 wurde er an der Columbia University in New York promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Geschichte der polnischen Juden im 20. Jahrhundert, Religion und Staat in Israel sowie die Entstehung moderner jüdischer Politik.

Über unsere Vortragsreihe: Konflikte und Kontroversen. Die israelische Gesellschaft als Streitgesellschaft
Alt und neu, Ost und West, links und rechts, Arbeiter und Bourgeoisie: Konflikte prägen Geschichte und Gesellschaft Israels. Schon vor der Gründung des israelischen Staates 1948 war die jüdische Gemeinschaft in Eretz Israel eine Gesellschaft im Widerstreit. Der Yishuv, die jüdische Gemeinschaft in Palästina vor der Staatsgründung, befand sich nicht nur in einem zunehmend gewalttätigen Konflikt zwischen arabischer Mehrheit und jüdischer Minderheit. Auch über die politische und soziale Ausrichtung des entstehenden Gemeinwesens wurde früh gestritten. Mit der Gründung des Staates Israel kamen weitere Konflikte hinzu. Nicht nur der arabisch-jüdische Konflikt prägt die Gesellschaft des Landes seit 70 Jahren entscheidend, sondern auch eine Reihe von Widersprüchen innerhalb der sich wandelnden israelischen Gesellschaft. Dazu zählen die Masseneinwanderung aus verschiedenen Kontinenten, Konflikte zwischen arm und reich, zwischen europäischen und „orientalischen“, religiösen und säkularen Juden. In vier Vorträgen wird die Reihe exemplarisch einige Konflikte in der israelischen Gesellschaft über Fragen von Migration, Geschlecht, Religion und der eigenen Geschichtsschreibung vorstellen. Ausgehend von neuen Forschungen werden die Referentinnen und Referenten die Entwicklung dieserAspekte bis in die Gegenwart beleuchten, in den aktuellen Kontext einordnen und die Bedeutung der historischen für die politische Bildung aufzeigen.

Weiterer Termin: 14.5.2018. Informationen zu den Vorträgen in dem Flyer auf dieser Seite unten als Anlage

Die Veranstaltung ist eingeschränkt barrierefrei.

VERANSTALTUNGSORT:

INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGDJ) Vortragsraum 2. Stock 02/23
BEIM SCHLUMP 83 / ECKE MONETASTR.
20144 HAMBURG
Tel.: 040 - 42 838 - 2617
Fax: 040 - 44 808 66
E-Mail: geschaeftszimmer@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

Sie erreichen das Institut mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 +15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

 

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