Vortrag und Gespräch
14.02.23
Dienstag
19.30
Martin Treml

Der Sprössling ganzer Generationen bedeutender jüdischer Gelehrter aus Osteuropa und selbst Rabbiner, war Jacob Taubes (1923-1987) ein bedeutender Vertreter des Judentums in der Nachkriegszeit. Sein Weg führte ihn von seiner Geburtsstadt Wien über Zürich nach Israel, von dort nach New York und West-Berlin. Taubes war ein intellektueller Impresario, dessen Leben die Konflikte zwischen jüdischem Glauben und Christentum, aber auch den Theorien der Moderne, vor allem der Kritischen Theorie widerspiegelt. So entfaltet sich ein ganzes Panorama der Nachkriegszeit mit Theodor W. Adorno, Gershom Scholem, Jürgen Habermas, Peter Szondi, Herbert Marcuse, Susan Taubes, Carl Schmitt, Martin Buber und vielen anderen als seinen Fürsprechern wie Gegnern. Die Biographie von Jerry Z. Muller, Professor emeritus für Geschichte an der Katholischen Universität von Amerika in Washington D.C., zeichnet dieses Leben minuziös nach. 

Dr. Martin Treml, geboren 1959 in Linz a. d. Donau, ist Religionswissenschaftler und Judaist. Er hat lange Jahre am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin zu Jacob Taubes geforscht und dessen Nachlass gesammelt. Zur Zeit ist er DAAD-Professor an der Staatlichen Ilia-Universität in Tbilisi.

Gastgeberinnen sind Barbara Guggenheim und Kim Wünschmann.

In Kooperation mit dem Jüdischen Salon am Grindel e.V.

Veranstaltungsort: Warburg Haus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg

€ 12 Normalpreis
€ 8 Freundeskreis-Mitglieder
€ 5 reduzierter Preis
Anmeldung erforderlich!

Kontakt & Karten:
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