Dr.-Ing. Katrin Keßler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

katrin.kessler(a)igdj-hh.de

Zur Person

Katrin Keßler ist seit November 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IGdJ im Forschungsprojekt Jüdische Wege in die Architektur. Deutsch-jüdische Architekten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und hat dort am Institut für Baugeschichte über „Liturgische und religionsgesetzliche Voraussetzungen des aschkenasischen und sefardischen Synagogenbaus in Mitteleuropa“ promoviert. Seit vielen Jahren ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Projekten der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa beteiligt. Stipendien ermöglichten Forschungsaufenthalte u. a. am Center for Jewish Art der Hebräischen Universität Jerusalem, wo sie u. a. für drei Jahre an einem DFG-Forschungsprojekt zu den „Bauwerken jüdischer Gemeinschaften in Berlin“ gearbeitet hat. An der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte, war sie außerdem als Kooperationspartnerin am Forschungsprojekt „Ein hochmittelalterlicher jüdischer Wohn- und Handelskomplex in Erfurt und seine Raumfassung“ beteiligt (2017/18). Sie ist weiterhin auch assoziiert an der Bet Tfila – Forschungsstelle, wo sie das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Objekte und Räume als Spiegel der religiösen Praxis jüdischer Gemeinden: Traditionen und Transformationen des Judentums in Deutschland nach der Shoa“ leitet (2018–2021).

Katrin Keßler ist Mitglied der Koldewey Gesellschaft – Vereinigung für baugeschichtliche Forschung e.V. und im Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. Sie ist Vorstandsmitglied im Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

Tätigkeitsprofil

Der derzeitige Tätigkeitsschwerpunkt am IGdJ liegt in der Erforschung jüdischer Architekten und Architektinnen in Deutschland bis zur Shoah, ihren Ausbildungsstationen, Netzwerken und Emigrationswegen. Im Umfeld dieser Forschung hat Katrin Keßler außerdem an der Organisation der Tagung „Jewish Architects – Jewish Architecture?“ (November 2018) mitgewirkt sowie die Vortragsreihe „Jüdisches Bauen – Architekten und Architekturen“ (Frühjahr 2021) mit konzipiert. Sie hat außerdem die in Hamburg stattgefundene 3. Netzwerktagung „Wandernde Objekte“ (September 2019) des Netzwerks jüdisches Kulturerbe mit organisiert und ist verantwortlich für die Schriftenreihe des Netzwerks: Jüdisches Kulturerbe. Ihre derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind neben Lebensläufen und Werken jüdischer Architekten die Architekturgeschichte jüdischer Gemeindeeinrichtungen (v. a. Synagogen und Ritualbäder) in der Neuzeit.

Aktuelle Veröffentlichungen

  • Jewish Architects and Their Networks. The Example of the Zionist Architect Richard Michel, in: Andreas Brämer u. a. (Hrsg.), Jewish Architects – Jewish Architecture? (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 12), Petersberg 2021, S. 63–70.
  • Jüdische Wege in die Architektur. Die Eroberung eines „neuen“ Berufsfeldes, in: Jüdische Geschichte und Gegenwart (MiQua Schriftenreihe Band 1), Köln 2021 (im Erscheinen).
  • Vom Kleiderschrank zum Toraschrein: Synagogeneinrichtungen nach 1945, in: Katrin Keßler/ Andreas Brämer/ Ulrich Knufinke (Hrsg.), Wandernde Objekte des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 3), Braunschweig 2021 (im Erscheinen).
  • (Hrsg. mit Andreas Brämer/ Ulrich Knufinke), Wandernde Objekte des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 3), Braunschweig 2021.
  • Galka Scheyer – A Jewish Woman in International Art Business, hrsg. von Katrin Keßler u. a., Braunschweig 2021 (im Erscheinen).
  • (Hrsg. mit Martha Stellmacher/ Alexander von Kienlin/ Ulrich Knufinke), Jüdisches Kultuerbe (re-)präsentieren (Jüdisches Kulturerbe 2), Braunschweig 2019.

Alle Veröffentlichungen

  • (mit Ulrich Knufinke), Jüdische Kultur und Geschichte in der Region Braunschweig-Wolfsburg. Jewish Culture and History in the Region of Braunschweig-Wolfsburg (Merian Guide), München 2017.
  • Ritus und Raum der Synagoge. Liturgische und religionsgesetzliche Voraussetzungen für den Synagogenbau in Mitteleuropa (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 2), Petersberg 2007.
  • Die Bauwerke der jüdischen Gemeinde in Schwedt/Oder | The Buildings of the Jewish Community in Schwedt/Oder (Kleine Schriften der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 1), Petersberg 2007.
  • (Hrsg. mit Andreas Brämer/ Ulrich Knufinke), Wandernde Objekte des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 3), Braunschweig 2021.
  • Galka Scheyer – A Jewish Woman in International Art Business, hrsg. von Katrin Keßler u. a., Braunschweig 2021 (im Erscheinen).
  • (Hrsg. mit Martha Stellmacher/ Alexander von Kienlin/ Ulrich Knufinke), Jüdisches Kultuerbe (re-)präsentieren (Jüdisches Kulturerbe 2), Braunschweig 2019.
  • (Hrsg. mit Heike Pöppelmann), Brutal modern – Bauen und Leben in den 60ern und 70ern (Kleine Reihe des Braunschweigischen Landesmuseums 11), Braunschweig 2018.
  • (Hrsg. mit Ulrich Knufinke/ Alexander von Kienlin/ Annette Weber), Synagogue and Museum, Petersberg 2018.
  • (Hrsg. mit Alexander von Kienlin/ Ulrich Knufinke/ Sarah M. Ross), Objekt und Schrift. Beiträge zur materiellen Kultur des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 1), Braunschweig 2016.
  • (Hrsg. mit Alexander von Kienlin), Jewish Architecture – New Sources and Approaches (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 8), Petersberg 2015.

 

  • Jewish Architects and Their Networks. The Example of the Zionist Architect Richard Michel, in: Andreas Brämer u. a. (Hrsg.), Jewish Architects – Jewish Architecture? (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 12), Petersberg 2021, S. 63–70.
  • Jüdische Wege in die Architektur. Die Eroberung eines „neuen“ Berufsfeldes, in: Jüdische Geschichte und Gegenwart (MiQua-Schriftenreihe Band 1), Köln 2021 (im Erscheinen).
  • Vom Kleiderschrank zum Toraschrein: Synagogeneinrichtungen nach 1945, in: Katrin Keßler/ Andreas Brämer/ Ulrich Knufinke (Hrsg.), Wandernde Objekte des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 3), Braunschweig 2021 (im Erscheinen).
  • 25 Jahre Erforschung jüdischer Architektur und Sachkultur an der Technischen Universität, in: Neues Archiv für Niedersachsen (2019), Nr. 1, S. 141–154.
  • (mit Vladimir Levin), The Kiryati House and its architect Shmuel Mestechkin, in: Regina Stephan (Hrsg.), More than Bauhaus. The Architecture of the White City Tel Aviv, Mainz 2019, S. 79–85.
  • (mit Simon Paulus/ Vladislav Zeev Slepoy), Synagoge, Betraum, Studierkammer? Quellenhinweise zu jüdischen Beträumen und ihrer Ausstattung, in: Barbara Perlich (Hrsg.), Wohnen, beten, handeln – Das hochmittelalterliche Quartier ante pontem in Erfurt (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 11), Petersberg 2019, S. 116–124.
  • Auf jüdischen Spuren ... Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V., in: Gifhorner Kreiskalender 2018, Gifhorn 2017, S. 14–17.
  • Jüdische Ritualbader und ihre Dinge, in: Nathanael Riemer (Hrsg.), Einführungen in die materiellen Kulturen des Judentums, Wiesbaden 2016, S. 73–94.
  • Architectural Sites of Early Jewish Reform Services in Berlin, in: Andreas Brämer/ Mirko Przystawik/ Harmen H. Thies (Hrsg.), Reform Judaism and Architecture (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 9), Petersberg 2016, S. 111–124.
  • Qui soigne des malades, batit des mondes! – Les batiments destines aux personnes agees et malades de la communaute juive de Berlin, in: Laurence Guillon/ Heidi Knorzer (Hrsg.), Berlin et les Juifs XIXe –XXIe siecles, Paris 2014, S. 17–32.
  • Die Reform des jüdischen Gottesdienstes und die daraus folgenden Änderungen in Konzeption und Gestaltung von Synagogenbauten (Reformsynagogen) im niedersächsischen Raum, in: Werner Meiners/ Herbert Obenaus (Hrsg.), Juden in Niedersachsen auf dem Weg in die bürgerliche Gesellschaft (Veröffentlichungen der historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 275), Göttingen 2014, S. 189–214.
  • (mit Ulrich Knufinke/ Mirko Przystawik), Architektur und musikalisch-liturgische Praxis. Orgelsynagogen zwischen Klassizismus und Früher Moderne“, in: PaRDeS – Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 20 (2014), S. 13–31.
  • Die Mikwe in Obernbreit – rituelle Bedeutung und typologische Einordnung, in: Träger und Förderverein ehem. Synagoge Obernbreit e.V. (Hrsg.), Die ehemalige Synagoge Obernbreit – ein Ort des Erinnerns und der Begegnung, Obernbreit 2013, S. 22–27.
  • (mit Ulrich Knufinke), Die Synagoge in Bad Wildungen – ein Zeugnis jüdischer Architektur vor dem Ersten Weltkrieg“, in Arbeitsgemeinschaft Synagoge Bad Wildungen (Hrsg.), Ein Himmel voller Sterne – Synagoge Bad Wildungen, Bad Wildungen 2013, S. 18–23.
  • Diverse Ortsartikel in: Aliza Cohen-Mushlin u. a. (Hrsg.), Synagogues in Lithuania – A Catalogue, Bd. 1: A–M, Vilnius 2010, Bd. 2: N–Z, Vilnius 2012.
  • Gotteshaus und Gottesdienst im Judentum, in: Wolfgang Kraus/ Berndt Hamm/ Meier Schwarz (Hrsg.): Mehr als Steine … Synagogengedenkband Bayern, Bd. 2, Lindenberg im Allgäu 2010, S. 19–26.
  • Bauten für die Alten und Kranken der jüdischen Gemeinde zu Berlin, in: Aliza Cohen-Mushlin/ Hermann Siemon/ Harmen H. Thies (Hrsg.), Beiträge zur jüdischen Architektur in Berlin. Internationales Kolloquium am 12. Juni 2008 in Berlin (Kleine Schriften der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 2), Petersberg 2009, S. 46–57.
  • Ansbach, ehem. Synagoge, in: Frank Buttner u. a. (Hrsg.), Geschichte der Bildenden Kunst in Deutschland, Bd. 5: Barock und Rokoko, München u. a. 2008, S. 275–277.
  • Jüdischer Gottesdienst und die Synagoge, in: Aliza Cohen-Mushlin/ Harmen H. Thies (Hrsg.), Synagogenarchitektur in Deutschland. Dokumentation zur Ausstellung (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 5), Petersberg 2008, S. 41–46.
  • Die Barocksynagogen des 17. und 18. Jahrhunderts, in: Aliza Cohen-Mushlin/ Harmen H. Thies (Hrsg.), Synagogenarchitektur in Deutschland. Dokumentation zur Ausstellung (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 5), Petersberg 2008, S. 57–62.
  • Sephardischer Synagogenbau – Amsterdam und London, in: Aliza Cohen-Mushlin/ Harmen H. Thies (Hrsg.), Synagogenarchitektur in Deutschland. Dokumentation zur Ausstellung (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 5), Petersberg 2008, S. 63–68.