05.07.2022
Es geschah hier: Hamburg und die Shoah

Beate Meyer - Theresienstadt – das „gute“ Deportationsziel?

Der 80. Jahrestag der ersten Deportationen aus Hamburg nach Theresienstadt nähert sich: Am 15. und 19. Juli 1942 mussten ca. 1.700 jüdische Hamburger:innen Züge in die ehemalige Garnisonsstadt besteigen. Ältere, Gebrechliche, Frontkämpfer und andere trafen mit diesen oder späteren kleineren Transporten in dem schnell überfüllten Ghetto ein, das die Nationalsozialisten zu einem „Alters“- oder…

21.06.2022
Es geschah hier: Hamburg und die Shoah

Georg Lilienthal/Ingo Wille - Der Krankenmord an jüdischen Patient:innen.

Am 23. September 1940 verließ ein Transport mit 136 Jüdinnen und Juden mit physischen und geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen die Stadt Hamburg. Aus ganz Norddeutschland in der Staatskrankenanstalt Langenhorn gesammelt, wurden sie in einer Sonderaktion innerhalb der nationalsozialistischen „Euthanasie“-„Aktion T4“ noch am Ankunftstag in Brandenburg/Havel ermordet. Der Historiker…

07.06.2022
Es geschah hier: Hamburg und die Shoah

Kathrin Kleibl/Carolin Lange - Der Umgang mit geraubtem jüdischen Eigentum in Hamburg und andernorts

Ab 1940 wurde in Hamburg Übersiedlungsgut jüdischer Emigrant:innen im Auftrag des NS-Regimes beschlagnahmt und der Inhalt öffentlich versteigert. Profiteure waren Speditionen, Versteigerer, Museen, Händler und Privatpersonen. Gleichzeitig wurden überall im Deutschen Reich Wohnungen frei – zunächst durch die Vertreibung von Jüdinnen und Juden, von Herbst 1941 durch die Deportationen. Diese…

26.04.2022
Es geschah hier: Hamburg und die Shoah

Frank Bajohr - Hamburg im „Dritten Reich“. Zwischen Problemen und Privilegien, Verbrechen und Verstrickung.

Als international orientierte Hafen- und Handelsstadt entsprach Hamburg nicht den Prioritätensetzungen, die der Nationalsozialismus nach 1933 vornahm. Gerade deshalb jedoch kam die Hansestadt in der NS-Zeit in den Genuss zahlreicher Privilegien und Kompensationsmaßnahmen, die beispielsweise im Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 oder in den Planungen für die künftige „Führerstadt“ deutlich zum Ausdruck…

31.01.2022
Holocaust Memorial Lecture 2022

Atina Grossmann - German Jews fleeing Nazi Persecution: Trauma, Privilege, and Adventure in the “Orient"

Professor Atina Grossmann (The Cooper Union, New York City) - German Jews fleeing Nazi Persecution: Trauma, Privilege, and Adventure in the “Orient"

This lecture examines the intensely ambivalent and paradoxical experiences, sensibilities, and emotions of bourgeois Jews who found refuge in Iran after 1933. Uprooted and with only an inchoate anxious sense of their families’ fate or what their…

17.01.2022
Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung

Elke Morlok - Isaak Satanow (1732-1804) Kabbala und Naturwissenschaft - zu einer einmaligen Synthese der Berliner Haskala

Ohne Zweifel war Isaak Satanow (1732–1804) eine der schillerndsten Figuren der Berliner Haskala. Er war nicht nur als Hauslehrer, Drucker, Herausgeber und Autor eine herausragende Persönlichkeit, sondern erzeugte in seinen Werken zudem eine einzigartige Synthese zwischen jüdischen Traditionen, aufgeklärter Naturwissenschaft und Kabbala. Die angestrebte ethische und intellektuelle Vervollkommnung…

13.12.2021
Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung

Kathrin Wittler - Salomon Jacob Cohen (1772-1845) Ein jüdischer Aufklärer auf Reisen: Meseritz - Berlin - London - Wien - Hamburg

Salomon Jacob Cohen (1772-1845) kam 1789 im Alter von siebzehn Jahren aus Meseritz in Posen nach Berlin und wurde Religionslehrer an der dortigen jüdischen Freischule. Als sich herausstellte, dass die anderen Maskilim in Berlin ihre Hoffnungen auf eine Erneuerung der hebräischen Sprache bereits aufgegeben hatten, begab Cohen sich auf eine jahrzehntelange Suche nach Wirkorten, an denen das Projekt…

29.11.2021
Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung

Christina Feist - Lazarus Bendavid (1762-1832) Politische Auswirkungen der Französischen Revolution auf einen jüdischen Pädagogen und Intellektuellen in Preußen

Geboren und aufgewachsen in Berlin, vertraut mit den Werken Voltaires, übersetzte Lazarus Bendavid (1762–1832) auch Schriften an die Nationalversammlung aus dem Französischen. Seine Wiener Jahre wiederum nahmen aufgrund der gesellschaftspolitischen Nachwehen der französischen Revolution (1789/1799) ein jähes Ende. Bendavids Biographie spannt ein Dreieck zwischen Berlin, Wien und Paris, das sich in…

15.11.2021
Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung

Lisa Trzaska - Joel Brill Löwe (1762-1802) Fabeln zwischen griechischer und jüdischer Tradition

Joel Bril Löwe (1762–1802) stammte aus Berlin und war ein Schüler Moses Mendelssohns. Er wurde erst Kaufmann, später Hauslehrer und schließlich Oberlehrer an der Königlichen Wilhelmsschule in Breslau. Zu seinen zahlreichen Schriften gehören auch moralische Fabeln, die er auf Hebräisch in der Zeitschrift der jüdischen Aufklärer veröffentlichte. Für seine Fabeln greift Löwe, wie viele Autoren des…

18.10.2021
Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung

David Heywood Jones - Moses Hirschel (1755-1818) Streit mit dem Breslauer Rabbinat

Moses Hirschel (1755–1818) nahm als Kaufmann, Schachlehrer und -theoretiker auch aktiv an den Debatten der deutschen Spätaufklärung teil. Mit seinen Schriften prangerte Hirschel die Machtstellung des Rabbinats an und wandte sich gegen den zunehmenden Antisemitismus seiner Zeit. Seine Auseinandersetzung mit den rabbinischen Autoritäten in Breslau begann mit zwei polemischen Aufsätzen aus den späten…

01.07.2021
Jüdisches Bauen. Architekten & Architektur

Andrea Wandel - Synagogenmodelle

In ihrem Vortrag wird die Architektin Andrea Wandel Einblicke in die Denk- und Arbeitsweise ihres Architekturbüros geben und erläutern, wie sich Architekt:innen heute u. a. mit Kontext und Typus, Prägung und Bedeutung der Bauaufgabe Synagoge auseinandersetzen. Ist Bauen für die jüdische Gemeinschaft anders? Welche Besonderheiten gibt es und inwieweit spielt jüdische Geschichte beim Entwurf eine…

08.06.2021
Jüdisches Bauen. Architekten & Architekturen

Mirko Przystawik - Die Bornplatzsynagoge und ihr jüdischer Architekt Semmy Engel

Die am 13. September 1906 eingeweihte Synagoge am Bornplatz geht auf Entwürfe von Regierungsbaumeister Ernst Friedheim und dem jüdischen Architekten Semmy Engel zurück. Der Gebäudekomplex nahm neben dem Hauptgebäude noch weitere Nebenfunktionen, wie z. B. eine Wochentagsynagoge und ein jüdisches Ritualbad, mit auf. Der Vortrag präsentiert die Architektur der Bornplatzsynagoge im Spiegel der…

25.05.2021
Jüdisches Bauen. Architekten & Architekturen

Katrin Keßler/Alexandra Klei - Altenheime, Schulen, Friedhöfe - Jüdisches Bauen jenseits von Synagogen

Besonders in größeren Städten zeichnete sich vor 1933/38 jüdische Gegenwart auch in der Vielzahl der realisierten Bauaufgaben aus. Sie verwiesen dabei nicht nur auf die Bedürfnisse
von Gemeinden und ihren Mitgliedern, sondern auch auf das (soziale) Engagement von Stiftungen und Privatpersonen. Errichtet wurden Altenheime ebenso wie Waisenhäuser, Schulen, Mädchenwohnheime, Krankenhäuser, Räume für…

19.10.2020
Denkmal Digital

Andreas Brämer - Der Israelitische Tempel – eine kurze Geschichte des Reformjudentums in Hamburg

Präsentation der Publikation "Archiv aus Stein 7. Der Israelitische Tempel in Hamburg" durch die Autor:innen.

Das erste Bethaus, das Hamburger Juden sich erbauten, war der Tempel in der Poolstraße. Ein eindrucksvoller, eleganter und repräsentativer Bau und eine der Keimzellen des Reformjudentums. Diese überragende Bedeutung des Tempels sollte zu einem neuen Ansatz im Umgang mit seiner erhaltenen…

19.10.2020
Denkmal Digital

Ulrich Knufinke - Der Tempel in der Poolstraße als Zeugnis des Wandels in der Synagogenarchitektur des 19. Jh.

Präsentation der Publikation "Archiv aus Stein 7. Der Israelitische Tempel in Hamburg" durch die Autor:innen.

Das erste Bethaus, das Hamburger Juden sich erbauten, war der Tempel in der Poolstraße. Ein eindrucksvoller, eleganter und repräsentativer Bau und eine der Keimzellen des Reformjudentums. Diese überragende Bedeutung des Tempels sollte zu einem neuen Ansatz im Umgang mit seiner erhaltenen…

19.10.2020
Denkmal Digital

Miriam Rürup - Das Tempelgebäude seit der Profanierung 1931

Präsentation der Publikation "Archiv aus Stein 7. Der Israelitische Tempel in Hamburg" durch die Autor:innen.

Das erste Bethaus, das Hamburger Juden sich erbauten, war der Tempel in der Poolstraße. Ein eindrucksvoller, eleganter und repräsentativer Bau und eine der Keimzellen des Reformjudentums. Diese überragende Bedeutung des Tempels sollte zu einem neuen Ansatz im Umgang mit seiner erhaltenen…