Synagogale Musik in Prag - ein Gespräch mit Martha Stellmacher
In der dritten Episode der 19. Staffel zum Thema (Un-)erhörte Geschichte. Einblicke in aktuelle musikhistorische Projekte sprechen wir mit Martha Stellmacher (SUB Dresden / NFDI4Culture) darüber, welche Rolle Musik im synagogalen Kontext spielen kann. Im Gespräch mit Anna Menny und Björn Siegel (beide IGdJ) zeigt Martha Stellmacher auf, wie stark Musik und Gesang den synagogalen Raum prägten und veränderten. Am Beispiel Prag und seiner vielfältige Gemeindestruktur macht sie deutlich, welche Bedeutung Musik im religiösen Leben hatte (und hat) und wie unterschiedlich sie genutzt wurde. Im Gespräch berichtet sie nicht nur über die verschiedenen Akteurinnen und Akteure sowie die Synagogen als Orte der praktizierten Liturgie, sondern gibt auch Einblicke in ein breites Spektrum an Quellen, von handschriftlichen Notenaufzeichnungen bis hin zu frühen Tonaufnahmen.
Als Wissenschaftlerin verbindet Martha Stellmacher so Musikwissenschaft, Jüdische Studien und Osteuropawissenschaften und zeigt einzelne Aspekte auf, die Sie auch in Ihrer Dissertation „Von der Altneuschul zum Jerusalemtempel“ herausgearbeitet hat. Damit knüpft die dritte Folge an die Episode mit Abby Anderton (Folge 19.1) sowie an das Gespräch mit Sophie Fetthauer und Friedrich Geiger (Folge 19.2) an und geht den Fragen nach, wie sich Selbstverständnisse, religiöse Praxis und Kultur vom 19. Jahrhundert bis zur Schoah herausbildeten und veränderten.
Link zur dritten Folge mit Martha Stellmacher (SUB Dresden/NFDI4Culture)
Link zum Staffel-Intro „(Un-)erhöhte Geschichte“ mit Miriam Rürup, Björn Siegel und Anna Menny
Der Podcast-Kanal ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und des Moses Mendelssohn Zentrums in Potsdam.
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