Graphic History unter den GdG-Weihnachtsempfehlungen 2025
Geschichte der Gegenwart, das Online-Magazin für Beiträge aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, beschäftigte sich im zu Ende gehende Jahr 2025 mit dem Verhältnis von Erzählen und politischer Realität. Zu dem GdG-Weihnachtsempfehlungen zählt die von Dr. Stefanie Fischer (TU Berlin) und Dr. Kim Wünschmann zusammen mit der Zeichnerin Liz Clarke erarbeitete Graphic History „Oberbrechen. A German Village Confronts Its Nazi Past“.
In der Besprechung heißt es: „Anschaulich und mit großem Einfühl- und Reflexionsvermögen legt der Band viele der breiten Öffentlichkeit weniger bekannte Aspekte deutsch-jüdischer Geschichte offen: etwa die enge Verflechtung zwischen jüdischen und nichtjüdischen Lebenswelten im ländlichen Raum, wo Juden vor 1933 etwa als Viehhändler und -züchter vielerorts fester Teil der Dorfgemeinschaft
waren […].“
„Diese ‚Graphic History‘ erzählt nicht bloß eine vergessene, transnational verflochtene Lokalgeschichte – sie legt auch, wie es gute Forschung tut, die perspektivischen Probleme und die blinden Flecken der Überlieferung offen, indem die beiden Historikerinnen ebenfalls zu Protagonistinnen der gezeichneten Erzählung werden und Einblicke in ihre eigenen Wege zum Thema, die Mühen der Archivarbeit und den Umgang mit Zeitzeug:innen geben.“
Die ausführliche Besprechung lesen Sie hier.
Eine Rezension in American Historical Review verfasste Professor Mikkel Dack (Rowan University). Darin heißt es: “Within the dense historiographical landscape of Holocaust studies, unexplored topics continue to come into focus alongside methodological innovations, the use of more visual and similarly accessible mediums, and a greater emphasis on inclusivity and contemporary relevance. Stefanie Fischer and Kim Wünschmann’s Oberbrechen: A German Village Confronts Its Nazi Past exemplifies all these developments. The newest title in Oxford University Press’s Graphic History Series is a significant contribution to Holocaust and German Jewish studies, employing a microhistorical approach to the graphic storytelling format.”