03.03.2026

Dr. Gabriele Meyer-Fellowship 2026

Rotem Giladi ist von 1. März - 31. Mai 2026 Dr. Gabriele Meyer-Fellow am IGdJ. Er ist außerordentlicher Professor für Rechtswissenschaften an der Roehampton Law School in London, wo er den Masterstudiengang Menschenrechte leitet, und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Jacob Robinson Institute for the History of Individual and Collective Rights an der Hebräischen Universität Jerusalem. Er studierte Rechtswissenschaften an der University of Essex (LLB), der Hebräischen Universität Jerusalem (LLM) und der University of Michigan Law School (LLM; SJD 2011). Er war als Rechtsanwalt im diplomatischen Dienst und beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz tätig. Professor Giladis Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte des Völkerrechts, insbesondere auf dem Kriegsrecht und den Schnittstellen zwischen Völkerrecht und moderner jüdischer Geschichte, sowie auf der Geschichte der Gewalt im Britischen Empire. Sein Buch „Jews, Sovereignty, and International Law: Ideology and Ambivalence in Early Israeli Legal Diplomacy”wurde 2021 bei OUP veröffentlicht. Seine neueste Arbeit „Flogging Jack Nafte: Corporal Punishment, Imperial Assimilation, and Jewish Whiteness in Pre-Apartheid South Africa” wurde im Journal of Imperial and Commonwealth History veröffentlicht

Im Rahmen des Hamburg-Stipendiums der Alfred Toepfer-Stiftung F.V.S  und des Gabriele Meyer-Fellowships

Projekt: Body, Nation, Empire: Law, Politics, and Corporal Punishment in Modern Jewish History Während meines Fellowships am IGdJ werde ich mich mit der rechtlichen und politischen Geschichte von Fällen körperlicher Züchtigung befassen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Einsatz der Zion Mules Corp im Ersten Weltkrieg während der Schlacht von Gallipoli. Diese Studie ist Teil eines größeren Projekts, das sich mit körperlicher Züchtigung und der modernen jüdischen Geschichte befasst und den jüdischen Körper als Ort der Verhandlung zwischen Juden und dem britischen Empire betrachtet. Diese und andere Episoden veranschaulichen, wie körperliche Züchtigung es Juden ermöglichte, nationale rechtlich-politische Handlungsfähigkeit innerhalb imperialer Strukturen geltend zu machen, und wie die Bestrafung jüdischer Körper dazu genutzt werden konnte, die Autorität des Imperiums zu beschwören, zu kooptieren oder abzulehnen – kurz gesagt, zu verhandeln –, um verschiedene Emanzipationsprojekte zu verwirklichen.