Dr. Sonja Dickow-Rotter

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Arbeitsbereich Digitales)

040 42838-4060
sonja.dickow@igdj-hh.de

Zur Person

Sonja Dickow-Rotter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am IGdJ und Projektmitarbeiterin der Online-Quellenedition Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte. Sie studierte an der Universität Hamburg Literaturwissenschaft und Kulturanthropologie. Nach ihrem Masterabschluss war sie unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für Exilliteratur sowie am Universitätskolleg an der Universität Hamburg tätig. Sonja Dickow-Rotter promovierte über literarische Konfigurationen des Hauses und Zuhauses in jüdischen Literaturen der Gegenwart. Ihre komparatistische Dissertation, die 2021 mit dem Joseph-Carlebach-Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet wurde, entstand an der Universität Hamburg sowie am Forschungszentrum Daʼat Hamakom: Center for the Study of Cultures of Place in the Modern Jewish World (Hebräische Universität Jerusalem). Sie war an Archivprojekten in Jerusalem und Hamburg beteiligt und verschiedentlich im Kulturbetrieb tätig, u. a. für den Jüdischen Salon am Grindel e. V. Sonja Dickow-Rotter ist Alumna der Promotionsförderung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks.

Tätigkeitsprofil

Als Projektmitarbeiterin der Online-Quellenedition Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte, in deren Rahmen auch Online-Ausstellungen und andere digitale Formate konzipiert und umgesetzt werden, liegen Sonja Dickow-Rotters Tätigkeitsschwerpunkte im Bereich Digital History und Projektkoordination, somit an der Schnittstelle von Forschung und Vermittlung. Sie interessiert sich insbesondere für interdisziplinäre Perspektiven auf jüdische Geschichte und Kultur. Derzeit koordiniert sie zudem die Überarbeitung der digitalen Bilddatenbank ‚Jüdische Geschichte‘ und des Nachschlagewerks Das Jüdische Hamburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten als Literaturwissenschaftlerin gehören die jüdische Literatur, die deutschsprachig-jüdische Exilliteratur, kulturwissenschaftliche Raumkonzepte sowie Traumatheorien.

Aktuelle Veröffentlichungen

  • (mit Daniel Burckhardt), Traces of Jewish Hamburg—A Digital Source Edition of German-Jewish History, in: Julia Timpe u. a. (Hrsg.), Potentialities and Challenges of Digitally Researching and Presenting the History of the “Third Reich”, World War II and the Holocaust, Berlin 2022.
  • (mit Anna Menny), Frauenleben. Werk und Wirken jüdischer Frauen in Hamburg (Online-Ausstellung), veröffentlicht am 23.2.2021.
    [Rezension Frauenleben-Ausstellung: Moritz Piehler, Weibliche Vielfalt zeigen. Eine Ausstellung beleuchtet jüdisches Frauenleben in der Hansestadt, in: Jüdische Allgemeine, 22.4.2021, online unter: https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/weibliche-vielfalt-zeigen/]
  • (mit Anna Menny), Martha Glass ― Theresienstädter Tagebücher 1943–1945 (Digitales Themendossier), veröffentlicht am 31.1.2021.
  • Konfigurationen des (Zu-)Hauses. Diaspora-Narrative und Transnationalität in jüdischen Literaturen der Gegenwart (Exilkulturen 3), Stuttgart 2019. DOI: 10.1007/978-3-476-04947-6.
  • Architectures of Absence: Nicole Krauss’s Novel Great House, in: Carola Hilfrich u. a. (Hrsg.), Passages of Belonging. Interpreting Jewish Literatures (Perspectives on Jewish Texts and Contexts 7), Berlin 2019, S. 194–210. DOI: 10.1515/9783110525519-015.

Alle Veröffentlichungen

  • Konfigurationen des (Zu-)Hauses. Diaspora-Narrative und Transnationalität in jüdischen Literaturen der Gegenwart (Exilkulturen 3), Stuttgart 2019. DOI: 10.1007/978-3-476-04947-6.
  • (mit Daniel Burckhardt), Traces of Jewish Hamburg—A Digital Source Edition of German-Jewish History, in: Julia Timpe u. a. (Hrsg.), Potentialities and Challenges of Digitally Researching and Presenting the History of the “Third Reich”, World War II and the Holocaust, Berlin 2022.
  • Architectures of Absence: Nicole Krauss’s Novel Great House, in: Carola Hilfrich u. a. (Hrsg.), Passages of Belonging. Interpreting Jewish Literatures (Perspectives on Jewish Texts and Contexts 7), Berlin 2019, S. 194–210. DOI: 10.1515/9783110525519-015.
  • Unbehaustes Wohnen: zum Chronotopos der Laubhütte in Michal Govrins Hevzekim und Barbara Honigmanns Chronik meiner Straße, in: Jahrbuch für europäisch-jüdische Literaturstudien 5 (2018) [Schwerpunktthema: Mobile Identitäten. Figurationen in der zeitgenössischen europäisch-jüdischen Literatur, hrsg. von Doerte Bischoff/ Anja Tippner], S. 156–171. DOI: 10.1515/yejls-2018-0011.
  • Jüdische Exiltraditionen in der Lyrik von Nelly Sachs, in: Doerte Bischoff u. a. (Hrsg.), Exil Lektüren. Studien zu Literatur und Theorie, Berlin 2014, S. 44–54.
  • (mit Sandra Narloch), Das Exil in der Gegenwartsliteratur, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 64 (2014), Nr. 42, S. 15–21.