Wissenschaftliche Mitarbeiterin
uta.lohmann[at]igdj-hh.de
Zur Person
Uta Lohmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am IGdJ und kuratiert die Ausstellung „Moses Mendelssohn und die Haskala in Hamburg“, die im Spätsommer 2029 anlässlich des 300. Geburtstags des jüdischen Aufklärers und Philosophen Moses Mendelssohn (1729–1786) im Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg gezeigt werden soll.
Uta Lohmann studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, an der Freien Universität Berlin und an der Hebräischen Universität Jerusalem Judaistik und Germanistik. Nach ihrem Magisterabschluss war sie für die Berliner Festspiele sowie für das Zentrum für Antisemitismusforschung tätig, bevor sie an der Universität Hamburg wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem erziehungswissenschaftlichen Projekt zur historischen Rekonstruktion der Berliner jüdischen Freischule wurde. Hier war sie unter anderem auch für Editions-Projekte erziehungsprogrammatischer Schriften jüdischer Aufklärer tätig.
Ihre Dissertation verfasste Uta Lohmann über den jüdischen Aufklärer David Friedländer. Nach ihrer Promotion leitete sie das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Analyse der Beziehungen zwischen Haskala und Neuhumanismus, Edition bildungsprogrammatischer Werke David Friedländers und seines Briefwechsels mit Wilhelm von Humboldt“. Gemeinsam mit Kathrin Wittler leitete sie von 2020 bis 2024 das ebenfalls von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Editionsprojekt Joel Bril Löwe: Die Breslauer Schulschriften im Kontext. Sie war 2019 und 2020 Fellow am Maimonides Center for Advanced Studies der Universität Hamburg sowie 2022/23 Visiting Research Fellow am Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German-Jewish Literature and Cultural History der Hebräischen Universität Jerusalem. Uta Lohmann ist Mitherausgeberin der Schriftenreihe Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland.
Tätigkeitsprofil
Einen Großteil ihrer Forschungsarbeit widmete Uta Lohmann der jüdischen Aufklärung (Haskala) in Berlin und Breslau, mit besonderem Augenmerk auf der jüdischen Bildungsgeschichte. Zu ihren Forschungsschwerpunkten als Judaistin zählen die jüdische Reformpolitik im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, Kulturtransfer und jüdisch-christliche Beziehungen in der Zeit um 1800, Biografieforschung, jüdische Aufklärungsgesellschaften, jüdische Künstler der Aufklärung sowie Theorie und Praxis der Bibelübersetzungen der Haskala. Zu ihren weiteren Forschungsinteressen gehören die frühen deutsch-jüdischen Predigten der Reformtempel sowie der jüdische Handwerkerstand in Preußen. Bei ihren Forschungsprojekten legt Uta Lohmann großen Wert auf einen interdisziplinären Zugang zum jeweiligen Forschungsgegenstand.
Aktuelle Projekte
Abgeschlossene Projekte
Aktuelle Veröffentlichungen
- Moses Samuel Lowe – Engraver, Draughtsman and Miniature Painter of German (Jewish) Enlightenment, in: Naharaim. Zeitschrift für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte 20.1 (2026): Special Issue: German Jews and the Arts: Composition, Contemplation, Critique, S. 1–26. DOI: 10.1515/naha-2024-0019
- Aaron Wolfssohn (1756–1835). In: Schlesische Lebensbilder, Band XIV (2026). Im Auftrag der Historischen Kommission für Schlesien hrsg. von Arno Herzig und Krzysztof Ruchniewicz unter Mitarbeit von Christine Schatz. Würzburg: Stiftung Kulturwerk Schlesien, S. 53–63.
- Joel Bril Löwe (1761–1802). In: Schlesische Lebensbilder, Band XIV (2026). Im Auftrag der Historischen Kommission für Schlesien hrsg. von Arno Herzig und Krzysztof Ruchniewicz unter Mitarbeit von Christine Schatz. Würzburg: Stiftung Kulturwerk Schlesien, S. 65–76.
- Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Hrsg. von Uta Lohmann und Kathrin Wittler unter Mitarbeit von Lisa Trzaska und Rainer Wenzel (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland 11). Münster/New York: Waxmann, 2025. ISBN 978-3-8309-4881-0 (E-Book IBN 978-3-8309-9881-5).
- Eine „von talmudischen und rabbinischen Grillen reine“ jüdische Bürgerschule. Lektionspläne und Lehrpersonal der Wilhelmsschule, in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster/New York: Waxmann, 2025, S. 640–651.
- Sprachunterricht an der Wilhelmsschule. Lehrbücher und Unterrichtsmethoden zur Vermittlung von Deutsch, Hebräisch, Französisch und Polnisch (mit Kathrin Wittler), in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster/New York: Waxmann, 2025, S. 652–666.
- Dialogisches Lernen und sokratische Gespräche. Zum bildungsphilosophischen Hintergrund einer Unterrichtsmethode an der Wilhelmsschule, in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster/New York: Waxmann, 2025, S. 667–680.
- Joel Löwe und seine Nachfolger als erste Oberlehrer der Wilhelmsschule. Die wissenschaftlichen Abhandlungen der Schulprogramme bis 1848, in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster/New York: Waxmann, 2025, S. 681–700.
- Following “Plato’s Method”: Scepticism as a Cultural Method of Learning in the (Jewish) Enlightenment in Berlin and Breslau, in: Maimonides Review of Philosophy and Religion 4 (2025), S. 188–219. DOI: 10.1163/9789004508699_009
Alle Veröffentlichungen
- Haskala und allgemeine Menschenbildung. David Friedländer und Wilhelm von Humboldt im Gespräch: Zur Wechselwirkung zwischen jüdischer Aufklärung und neuhumanistischer Bildungstheorie (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland 9), Münster/New York 2020.
Rezensiert in: Trumah. Zeitschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 25 (2022) (Ze’ev Strauss); Verkündigung und Forschung 67:1 (2022), S. 29 (Bernd Schröder); Das Achtzehnte Jahrhundert. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtenzehnten Jahrhunderts 45:2 (2021) (Adam Sutcliffe); Germanisch-Romanische Monatsschrift 70:1 (2020) (Cord-Friedrich Berghahn); H-Soz-Kult, 19.10.2020 (Michael Nagel). - David Friedländer. Reformpolitik im Zeichen von Aufklärung und Emanzipation – Kontexte des preußischen Judenedikts vom 11. März 1812, Hannover 2013.
Rezensiert in: sehepunkte Ausgabe 14:5 (2014) (Tobias Schenk); ParDes. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien 20 (2014), S. 162–167 (Dorothea M. Salzer); Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 12 (2014) (Kathrin Wittler); Online-Rezensionen des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung 1 (2015) (Matthias Wolfes); Germanisch-Romanische Monatsschrift, Neue Folge 66:2 (2016) (Cord-Friedrich Berghahn).
- Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Hrsg. von Uta Lohmann und Kathrin Wittler unter Mitarbeit von Lisa Trzaska und Rainer Wenzel (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland, Band 11). Münster, New York: Waxmann, 2025. ISBN 978-3-8309-4881-0 (E-Book IBN 978-3-8309-9881-5).
Rezensiert in: Schlesischer Kulturspiegel 60:2 (2025), S. 22–23 (Arno Herzig). - David Friedländer. Ausgewählte Werke (Deutsch-jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Saat, Nation, Gesellschaft 4), Köln/Weimar/Wien 2013.
Rezensiert in: ParDes. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien 20 (2014) (Dorothea M. Salzer); Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 12 (2014) (Kathrin Wittler) - „Lerne Vernunft!“ Jüdische Erziehungsprogramme zwischen Tradition und Modernisierung. Quellentexte aus der Zeit der Haskala, 1760–1811. Hrsg. mit Ingrid Lohmann (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland 6), Münster u. a. 2005.
Rezensiert in: Bildung und Erziehung 62:1 (2009) (Manfred Heinemann); Paedagogica Historica. International Journal of the History of Education 43:3 (2007) (Juliane Jacobi); sehepunkte 6:10 (2006) (Caroline Huber); Theologische Literaturzeitung 132:1 (2007) (Bernd Schröder) - Jüdische Erziehung und aufklärerische Schulreform. Analysen zum späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Hrsg. mit Britta L. Behm und Ingrid Lohmann (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland 5), Münster u. a. 2002.
Rezensiert in: Theologische Literaturzeitung 132:1 (2007) (Bernd Schröder); Paedagogica Historica 40:3 (2004) (Nan L. Dodde); Erziehungswissenschaftliche Revue 2:1 (2003) (Jürgen Overhoff); Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 13:1 (2003) (Cornelia Östreich)
- Moses Samuel Lowe – Engraver, Draughtsman and Miniature Painter of German (Jewish) Enlightenment, in: Naharaim. Zeitschrift für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte 20.1 (2026): Special Issue: German Jews and the Arts: Composition, Contemplation, Critique, S. 1–26. DOI: 10.1515/naha-2024-0019
- Aaron Wolfssohn (1756–1835). In: Schlesische Lebensbilder, Band XIV (2026). Im Auftrag der Historischen Kommission für Schlesien hrsg. von Arno Herzig und Krzysztof Ruchniewicz unter Mitarbeit von Christine Schatz. Würzburg: Stiftung Kulturwerk Schlesien, S. 53–63.
- Joel Bril Löwe (1761–1802). In: Schlesische Lebensbilder, Band XIV (2026). Im Auftrag der Historischen Kommission für Schlesien hrsg. von Arno Herzig und Krzysztof Ruchniewicz unter Mitarbeit von Christine Schatz. Würzburg: Stiftung Kulturwerk Schlesien, S. 65–76.
- Following “Plato’s Method”: Scepticism as a Cultural Method of Learning in the (Jewish) Enlightenment in Berlin and Breslau, in: Maimonides Review of Philosophy and Religion 4 (2025), S. 188–219. DOI: 10.1163/9789004508699_009
- Eine „von talmudischen und rabbinischen Grillen reine“ jüdische Bürgerschule. Lektionspläne und Lehrpersonal der Wilhelmsschule, in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster, New York: Waxmann, 2025, S. 640–651.
- Sprachunterricht an der Wilhelmsschule. Lehrbücher und Unterrichtsmethoden zur Vermittlung von Deutsch, Hebräisch, Französisch und Polnisch (mit Kathrin Wittler), in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster, New York: Waxmann, 2025, S. 652–666.
- Dialogisches Lernen und sokratische Gespräche. Zum bildungsphilosophischen Hintergrund einer Unterrichtsmethode an der Wilhelmsschule, in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster, New York: Waxmann, 2025, S. 667–680.
- Joel Löwe und seine Nachfolger als erste Oberlehrer der Wilhelmsschule. Die wissenschaftlichen Abhandlungen der Schulprogramme bis 1848, in: Uta Lohmann, Kathrin Wittler (Hrsg.): Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802). Münster, New York: Waxmann, 2025, S. 681–700.
- Vom innerjüdischen Appell zur öffentlichen Kampagne. Joel Bril Löwes Sendschreiben an die Brüderschaften und der Beerdigungsfristenstreit in Breslau, 1793–1800, in: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 34 (2024), Heft 1, S. 45–90. DOI: 10.1515/asch-2024-2004
- „Schriften polemischen Inhalts“. Die Zeitschrift Hameʾassef in Breslau, 1794–1797. In: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 34 (2024), Heft 1, S. 29–43. DOI: 10.1515/asch-2024-2003
- “On Enlightenment in Religion”. Skepticism and Tolerance in Educational and Cultural Concepts Within the Berlin and Breslau Haskalah, in: Religions 14/3 (2023), 326. Sonderausgabe “Skepticism and Tolerance: Moses Mendelssohn, Salomon Maimon, and Jewish Enlightenment Thought”, hrsg. von Ze’ev Strauss, Libera Pisano, Michah Gottlieb und José María Sánchez de León Serrano. DOI: 10.3390/rel14030326
- „Geist der lebendigen Unterhaltung“. Moses Mendelssohn, seine Nachfolger und die Schauplätze skeptischer Reflexionen über Religion und Bildung in der Berliner Haskala, in: Mendelssohn-Studien 23 (2023), S. 23–51.
- „Ein Bild von ihm … wird immer belehrend und erquickend bleiben. ‚Sein Leben lehrte‘“. David Friedländers biographische Fragmente über Moses Mendelssohn, in: Aschkenas 33 (2023), Heft 2., S. 231–244. DOI: 10.1515/asch-2023-2010
- Einweihungszeremonien als Übergangsriten in jüdischer Aufklärung und Reformbewegung. Drei Fallbeispiele, in: Historica Scholastica 8/2 (2022), S. 69–93.
- Die Breslauer Phase der hebräischen Zeitschrift Ha-Meassef im bildungshistorischen Kontext, in: Susanne Marten-Finnis, Michael Nagel (Hrsg.): The Historical German-Jewish Press: Platform, Mouthpiece, Sources / Die historische deutsch-jüdische Presse: Forum, Sprachrohr, Quellenfundus. Bremen: edition lumière, 2022, S. 1–14.
- „Dieses allgemein einzuführende Schulbuch muß für uns von einem außerordentlichen Nutzen seyn“ – Von den Bildungsentwürfen zur Buchproduktion der Berliner Haskala. Der Israelitische Kinderfreund von Moses Hirsch Bock, in: Dorothea M. Salzer (Hrsg.): Jüdische religiöse Erziehung im Zeitalter der Emanzipation. Konzepte und Praxis. Berlin, Boston 2022, S. 65–91. DOI: https://doi.org/10.1515/9783110743050-004
- „Gottesverehrung im Tempel der Israeliten“. Israel Jacobsons Interaktion mit der (Berliner) Haskala und die Genese der emotionalen religiösen Rede, in: Cord-Friedrich Berghahn/Mirko Przystawik/Katrin Keßler/Ulrich Knufinke (Hrsg.): Israel Jacobson (1768-1828). Studien zu Leben, Werk und Wirkung (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Bd. 315; = Schriften des Israel Jacobson-Netzwerks). Göttingen: Wallstein, 2022, S. 131–153.
- Der Briefwechsel mit David Friedländer, in: Cord-Friedrich Berghahn (Hrsg.): Wilhelm von Humboldt-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J.B. Metzler Verlag: Berlin 2022, S. 269–272.
- Humboldts jüdische Freundschaften und die Berliner Haskala, in: Cord-Friedrich Berghahn (Hrsg.): Wilhelm von Humboldt-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J.B. Metzler Verlag: Berlin 2022, S. 351–361.
- „auf daß getrennte Zonen geistige und körperliche Schätze umtauschen und gemeinsam genießen“ – David Friedländers soziale Interaktion mit Berliner Gelehrten, Künstlern und Staatsmännern, in: Cord-Friedrich Berghahn/ Avi Lifschitz/ Conrad Wiedemann (Hrsg.), Jüdische und christliche Intellektuelle in Berlin um 1800 (Berliner Klassik 27), Hannover 2021, S. 89–111.
- Sich „in die Zeiten der Vorwelt hineinzaubern“ – David Friedländer zur Übersetzung der hebräischen Bibel. Vom Auffinden des reinen Geistes biblischer Poesie als Nährboden für eine alt-neue Religion der Romantik, in: Daniel Cyranka/ Diana Matut/ Christian Soboth (Hrsg.), Finden und Erfinden. Die Romantik und ihre Religionen, 1790–1820, Würzburg 2020, S. 229–246.
- Wissensspeicher, Lehrbuch, Erkenntnisquelle. Zur Rolle der hebräischen Bibel im Bildungskonzept der Berliner Haskala, in: Daniel Vorpahl/ Shani Tzoref/ Sophia Kähler (Hrsg.), Deutsch-jüdische Bibelwissenschaft. Historische, exegetische und theologische Perspektiven, Berlin/ Boston 2019, S. 77–91.
- „Innere Veredlung der Menschen sollte der Zweck aller Religionen sein“. Elisa von der Recke im Gespräch mit Moses Mendelssohn und David Friedländer, in: Valérie Leyh/ Adelheid Müller/ Vera Viehöver (Hrsg.), Elisa von der Recke. Kontexte und Perspektiven, Heidelberg 2018, S. 147–168.
- „edle Frauen, zärtliche Gattinnen, verständige Mütter und kluge Hauswirtinnen“ – zum Weiblichkeitsideal der Berliner Haskala, in: Hannah Lotte Lund/ Ulrike Schneider/ Ulrike Wels (Hrsg.), Die Kommunikations-, Wissens- und Handlungsräume der Henriette Herz (1764–1847), Göttingen 2017, S. 71–86.
- „Uns wird gewiß immer unvergeßlich bleiben, wie er bildend auf uns beide eingewirkt hat“ – David Friedländer als ideeller Vater der Brüder Humboldt?, in: Miriam Gillis-Carlebach/ George Y. Kohler/ Ingrid Lohmann (Hrsg.), „Horchet, ihr Söhne, der Moral des Vaters, und höret zu, um Weisheit zu erkennen“ (Sprüche 4,1). Die Zehnte Joseph Carlebach-Konferenz: Väter und Vaterfiguren in jüdischer Geschichte, Religion und Kultur (Publications of the Joseph Carlebach Institute), München/ Hamburg 2016, S. 51–70.
- David Friedländers Rede an den Skeptiker oder Über den Bildungswert der Religion in aufgeklärten Zeiten, in: Rainer Kampling/ Alice Buschmeier/ Sara Han/ David Jünger (Hrsg.), Aspekte des Religiösen (Jahrbuch des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg 2), Berlin 2015, S. 29–45.
- Kommentar zu David Friedländer [Geschichte der Verfolgung der Juden im 19ten Jahrhundert durch Schriftsteller (1820)], in: Birgit Erdle/ Werner Konitzer (Hrsg.), Theorien über Judenhass – eine Denkgeschichte. Kommentierte Quellenedition (1781–1931), Frankfurt am Main/ New York 2015, S. 97–107.
- „Dem Wahrheitsforscher zur Belehrung“. Die Herausgaben von Moses Mendelssohns Ha-nefesh (1787) und Phädon (1814–1821) durch David Friedländer: Kontexte, Adressaten, Intentionen, in: Mendelssohn-Studien. Beiträge zur neueren deutschen Kulturgeschichte 19 (2015), S. 45–77.
- Lessings Einfluss auf David Friedländer – Ideengeschichtliche Hintergründe des Sendschreibens an Propst Teller (1799), in: Dirk Niefanger/ Gunnar Och/ Birka Siwcyk (Hrsg.), Lessing und das Judentum. Lektüren, Dialoge, Kontroversen im 18. und 19. Jahrhundert (Kamenzer Lessing-Studien 1), Hildesheim/ Zürich/ New York 2015, S. 87–112.
- Sokrates und Mendelssohn – Zur Bedeutung der Zwillings-Metapher im Bildungskonzept von David Friedländer und Jeremias Heinemann, in: Ulrike Schneider/ Helga Völkening/ Daniel Vorpahl (Hrsg.), Biographie – Allegorie – Ideologie. Die Darstellung der Geschwisterbeziehung als soziokulturelles Ideal- und Spiegelbild, Frankfurt am Main u. a. 2015, S. 280–301.
- Chevrat Chinuch Ne’arim (Gesellschaft für Knabenerziehung), in: Uta Motschmann (Hrsg.), Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften, 1786–1815, Berlin/ München/ Boston 2015, S. 811–820.
- Chavurat Mazdiqej haRabim (Vereinigung der Gerechten für die Vielen), in: Uta Motschmann (Hrsg.), Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften, 1786–1815, Berlin/ München/ Boston 2015, S. 820–827.
- Chevrat Schocharej haTov wehaTuschija (Gesellschaft der Beförderer des Edlen und Guten), in: Uta Motschmann (Hrsg.), Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften, 1786–1815, Berlin/ München/ Boston 2015, S. 827–837.
- Chevrat Marpe laNefesch (Gesellschaft für Seelenheilung), in: Uta Motschmann (Hrsg.), Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften, 1786–1815, Berlin/ München/ Boston 2015, S. 844–849.
- Chevrat Ohavej Laschon Ivrit (Gesellschaft Hebräischer Litteraturfreunde), in: Uta Motschmann (Hrsg.), Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften, 1786–1815, Berlin/ München/ Boston 2015, S. 857–863.
- „Niemand verdirbt die Bedeutung mehr, als einer, der wörtlich übersetzt“. Das ‚deutsche Original‘ von Divre schalom we-emet: Kontextualisierung und Transkulturation der Übersetzung David Friedländers, in: Naphtali Herz Wessely: Worte des Friedens und der Wahrheit. Dokumente einer Kontroverse über Erziehung in der europäischen Spätaufklärung, hrsg. eingeleitet und kommentiert von Ingrid Lohmann, mit hrsg. von Rainer Wenzel und Uta Lohmann, aus dem Hebräischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Rainer Wenzel (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland 8), Münster/ New York 2014, S. 59–73.
- Das bürgerliche Leben als humanistisches Kunstwerk. Reflexionen zum universal-ästhetischem Selbst- und Gesellschaftsbild des jüdischen Kaufmanns David Friedländer und zur Ikonographie der Haskala, in: Trumah. Zeitschrift der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg 22 (2014), S. 39–68.
- „Dieser alte Rheinwein mundet nur noch, wie die Philosophie, unseren Veteranen, die von den Realitäten einen anschaulichen Begriff haben“ – David Friedländer und die Berliner Aufklärung, in: Andreas Lehnardt (Hrsg.), Wein und Judentum (Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne 2), Berlin 2014, S. 207–228.
- „Welche überschwängliche Eitelkeit, welcher gränzenlose Selbstdünkel“. David Friedländers Sendschreiben an Propst Teller (1799) – eine Entgegnung auf religionsphilosophische Abwertungen des Judentums, in: Berliner Aufklärung. Kulturwissenschaftliche Studien 5 (2013), S. 163–190.
- In Geselligkeit und Öffentlichkeit zum Nachdenken anregen und über das Judentum aufklären. Biographische Streiflichter auf David Friedländer. Einführung, in: David Friedländer. Ausgewählte Werke, hrsg. von Uta Lohmann, Köln/ Weimar/ Wien 2013, S. 7–20.
- „Auf Grundsätze der Menschen-Achtung und Duldung gegründet“. Die frühen Reformverhandlungen und Friedländers Akten-Stücke (1793), in: David Friedländer. Ausgewählte Werke, hrsg. von Uta Lohmann, Köln/ Weimar/ Wien 2013, S. 21–35.
- „Vereinigung aller derer, die Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten“. Die Allgemeingültigkeit religiöser Wahrheiten und Friedländers Sendschreiben an Propst Teller (1799), in: David Friedländer. Ausgewählte Werke, hrsg. von Uta Lohmann, Köln/ Weimar/ Wien 2013, S. 169–184.
- „Einklang zwischen Bürger und Mensch“. Die innere Reform des Judentums und Friedländers Umbildungs-Schrift (1812), in: David Friedländer. Ausgewählte Werke, hrsg. von Uta Lohmann, Köln/ Weimar/ Wien 2013, S. 213–225.
- „Das Verhältniß der Rabbiner gegen ihre Gemeinden in ganz Europa“. Kontroversen um die Zuständigkeit in Reformfragen und Friedländers Polen-Gutachten (1819), in: David Friedländer. Ausgewählte Werke, hrsg. von Uta Lohmann, Köln/ Weimar/ Wien 2013, S. 239–247.
- David Friedländer und Moses Mendelssohn: Eine Freundschaft zwischen äußeren Erwartungen und innerer Überzeugung. Zur Frage von Nachfolgerschaft, Vorbildlichkeit und Bildungsideal, in: Mendelssohn-Studien. Beiträge zur neueren deutschen Kulturgeschichte 17 (2011), S. 71–98.
- David Friedländers Freundschaft mit dem Kreis der Berliner Mittwochsgesellschaft und seine ‚Aufklärung über Juden‘, in: Berliner Aufklärung. Kulturwissenschaftliche Studien 4 (2011), S. 94–133.
- David Friedländer, Isaak Abraham Euchel und die Gebeteübersetzungen in ihrem bildungshistorischen Kontext, in: Marion Aptroot/ Andreas Kennecke/ Christoph Schulte (Hrsg.), Isaac Euchel. Der Kulturrevolutionär der jüdischen Aufklärung, Hannover 2010, S. 105–133.
- David Friedländers Freundschaften im Königreich Sachsen: Zum Entstehungskontext seiner späten apologetischen Schriften, in: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17 (2011), Nr. 2, S. 519–546.
- Aus einer kulturellen Revolution geboren: Die Republik der Maskilim als säkulare Alternative zur rabbinischen Elite (Rezension), in: Judaica 64 (2008) Nr. 2/3, S. 211–216.
- „Ein ganz neues Feld der Erkenntniß“ – David Friedländer zur Bedeutung der Ästhetik für die Bibelexegese der Haskala, in: Trumah. Zeitschrift der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg 16 (2007), S. 49–71.
- “Sustenance for the Learned Soul”: The History of the Oriental Printing Press at the Publishing House of the Jewish Free School in Berlin, in: Leo Baeck Institute Year Book 51 (2006), S. 11–40.
- Chevrat Chinuch Nearim – The Berlin Jüdische Freischule between Mascilic Aims, State Requirements and Bourgeois Demands, (Braun Lectures in the History of the Jews in Prussia 13), Ramat-Gan 2006.
- ‚Interkulturalität‘ in der Bildungskonzeption David Friedländers, in: Britta L. Behm/ Uta Lohmann/ Ingrid Lohmann (Hrsg.), Jüdische Erziehung und aufklärerische Schulreform. Analysen zum späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, Münster u. a. 2002, S. 291–306.
- „Auf den Namen einer Bürgerschule Ansprüche machen“ – Religionsunterricht und staatliche Klassifizierung der Berliner Freischule, in: Britta L. Behm/ Uta Lohmann/ Ingrid Lohmann (Hrsg.), Jüdische Erziehung und aufklärerische Schulreform. Analysen zum späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, Münster u. a. 2002, S. 137–165.
- Die jüdische Freischule in Berlin im Spiegel ihrer Programmschriften (1803–1826). Preußische Regierung, bürgerliche Öffentlichkeit und jüdische Gemeinde als Adressaten – vor und hinter den Kulissen (mit Ingrid Lohmann, in: Arno Herzig/ Hans Otto Horch/ Robert Jütte (Hrsg.), Judentum und Aufklärung. Jüdisches Selbstverständnis in der bürgerlichen Öffentlichkeit, Göttingen 2002, S. 66–90.
- „Kenntnisse, welche der künftige Staatsbürger bedarf“. David Friedländers Gutachten zur Etablierung moderner jüdischer Schulen in Südpreußen, in: Michael Brocke/ Aubrey Pomerance/ Andrea Schatz (Hrsg.), Neuer Anbruch. Zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur (Minima Judaica 1), Berlin 2001, S. 97–112.
- „Eine bis ans Lächerliche gränzende Ungereimtheit“. Zum Wandel pädagogischer Konzepte am Beispiel der Berliner jüdischen Freischule (1778–1825), in: Michael Erbe/ Wilhelm Kreutz (Hrsg.), Wandlungsprozesse im Judentum durch die Aufklärung. Vortragstexte des DFG-Gruppenprojekts (Typoskript), Mannheim 1998, S. 93–105.
- „Auf der Organisation ruht die Zukunft des Handwerks“. The History and Activities of Jewish Artisans in Berlin, in: Leo Baeck Institute Year Book 41 (1996), S. 115–139.
- „Daß die Kinder aller Confessionen sich kennen, ertragen und lieben lernen“. Die jüdische Freischule in Berlin zwischen 1778 und 1825 (mit Peter Dietrich), in: Ingrid Lohmann/ Wolfram Weiße (Hrsg.), Dialog zwischen den Kulturen. Erziehungshistorische und religionspädagogische Gesichtspunkte interkultureller Bildung, Münster 1994, S. 37–47.
- Moses Mendelssohn – Icon of the Haskalah (Research Spotlight, Franz Rosenzweig Minerva Research Center, Hebrew University Jerusalem, 2023).
- (mit Lisa Trzaska) Bibliographie der Schriften von Joel Bril Löwe, in: haskala.net, Forum der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam, 2021.
- „schließen Sie mich in das Gebot Rabbi Hillels ein“. Die Brüder von Humboldt, die Familie Friedländer und die Berliner Haskala. Vortrag am 30. Oktober 2019 anlässlich der Abendveranstaltung „Weltgeschichte in Berlin. Die Gebrüder Humboldt und die jüdische Aufklärung“. Jüdisches Museum Berlin, W.M. Blumenthal Akademie, 2019.
- David Friedländer. Biographie und Bibliographie, in: haskala.net, Forum der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam, 2011.
- „Bücher für billige Preise zu haben“. Die Orientalische Buchdruckerei – eine Initiative der Berliner Haskala, Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte, Universität Duisburg-Essen, 2005.