Dipl.-Ing. Mirko Przystawik

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

mirko.przystawik@igdj-hh.de

Zur Person

Mirko Przystawik studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2005 ist er als Architekturhistoriker tätig: Zunächst arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bau- und Stadtbaugeschichte, Fachgebiet Baugeschichte, seit 2007 an der dortigen Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa. Parallel hierzu nahm er 2019 seine Tätigkeit im IGdJ als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf.
In verschiedenen Forschungsprojekten beschäftigte er sich mit seinem Forschungsschwerpunkt – der neuzeitlichen jüdischen Architektur und Sachkultur sowie der jüdischen Topografie. So arbeitete er u. a. im Projekt „Jüdische Reform und Architektur: Die ‚Erfindung‘ der Reformsynagoge im heutigen Land Niedersachsen und ihre weltweite Verbreitung im 19. Jahrhundert“, das zwischen 2009 und 2012 von der Bet Tfila – Forschungsstelle und dem IGdJ durchgeführt wurde. Sein aktuelles Projekt an der Bet Tfila trägt den Titel „Niedersachsen – Eine jüdische Topographie“. In früheren Projekten beschäftigte er sich mit der jüdischen Landgemeinde in Hornburg und den Toraschreinen im deutschsprachigen Raum. Am IGdJ bearbeitet er seit 2019 das Projekt „Jüdische Wege in die Architektur“ zusammen mit Dr.-Ing. Katrin Keßler.

Tätigkeitprofil

Der Forschungsschwerpunkt von Mirko Przystawik am IGdJ liegt in den jüdischen Architekten, deren Professionalisierung und Netzwerken. In diesem Kontext organisiert er Vortragsreihen mit, so zum Beispiel im Sommersemester 2021 die Vortragsreihe „Jüdisches Bauen – Architekturen und Architekten“. In früheren Projekten an der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa beschäftigte er sich mit topografischen und historiografischen Ansätzen zur jüdischen Gemeinden, wie der jüdischen Landgemeinde in Hornburg und den jüdischen Gemeinschaften in Berlin. Darüber hinaus forschte er mit Mitteln der Bauforschung und historiografischen Ansätzen zu Toraschrein-Architekturen im deutschsprachigen Raum. An der Bet Tfila kuratierte und betreute er zudem Ausstellungen zur Architektur der jüdischen Reformbewegung, zur jüdischen Gemeinde in Hornburg sowie zur Synagogenarchitektur in Deutschland. Außerdem war Mirko Przystawik Mitorganisator verschiedener Tagungen, wie der Reihe der internationalen Konferenzen zur jüdischen Architektur und beteiligt sich an architekturgeschichtlichen Seminaren im Curriculum des Architekturstudiengangs der Technischen Universität Braunschweig.

Aktuelle Veröffentlichungen

  • (Hrsg. mit Cord-Friedrich Berghahn/ Katrin Keßler/ Ulrich Knufinke), Israel Jacobson (1768–1828). Studien zu Leben, Werk und Wirkung (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; Schriften des Israel Jacobson-Netzwerks) Göttingen 2022.
  • Toraschrein oder Kanzelaltar? – Der Baldachin des Jacobstempels in Seesen, in: Cord-Friedrich Berghahn u. a. (Hrsg.): Israel Jacobson (1768–1828). Studien zu Leben, Werk und Wirkung (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; Schriften des Israel Jacobson-Netzwerks) Göttingen 2022, S.176-185.
  • „Fixum“, „quasi fixum“, „portatile“? – Toraschreine als „wandernde“ Objekte; in: Katrin Keßler/ Andreas Brämer/ Ulrich Knufinke (Hrsg.), Wandernde Objekte des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 3), Braunschweig 2022, S. 125-138.
  • (Hrsg. mit Andreas Brämer/ Katrin Keßler/ Ulrich Knufinke), Jewish Architects – Jewish Architecture? (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 12), Petersberg 2021.
  • Ludwig Levy. An Architect of Jewish Faith?, in: Andreas Brämer u. a. (Hrsg.), Jewish Architects – Jewish Architecture? (Schriftenreihe der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 12), Petersberg 2021, S. 53–62.

Alle Veröffentlichungen

  • (Hrsg. mit Andreas Brämer/ Katrin Keßler/ Ulrich Knufinke), Jewish Architects – Jewish Architecture? (Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa 12), Petersberg 2021.
  • (Hrsg. mit Cord-Friedrich Berghahn/ Katrin Keßler/ Ulrich Knufinke), Israel Jacobson (1768–1828). Studien zu Leben, Werk und Wirkung (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 315; Schriften des Israel Jacobson Netzwerks) Göttingen 2022.
  • (Hrsg. mit Andreas Brämer/ Harmen H. Thies), Reform Judaism and Architecture (Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa 9), Petersberg 2016.

 

  • Ludwig Levy. An Architect of Jewish Faith?, in: Andreas Brämer u. a. (Hrsg.) Jewish Architects – Jewish Architecture? ? (Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 12), Petersberg 2021, S. 53–62.
  • Toraschrein oder Kanzelaltar? – Der Baldachin des Jacobstempels in Seesen, in: Cord-Friedrich Berghahn u. a. (Hrsg.): Israel Jacobson (1768–1828). Studien zu Leben, Werk und Wirkung (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; Schriften des Israel Jacobson Netzwerks) Braunschweig 2022, S. 125-138.
  • „Fixum“, „quasi fixum“, „portatile“? – Toraschreine als „wandernde“ Objekte; in: Katrin Keßler/ Andreas Brämer/ Ulrich Knufinke (Hrsg.), Wandernde Objekte des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 3), Braunschweig 2022, S. 125-138.
  • (mit Ulrich Knufinke), Der Hamburger Israelitische Tempel und seine Architektur, in: Der Israelitische Tempel in Hamburg, hrsg. von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg/ Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Archiv aus Stein 7), Hamburg, 2020, S. 23–40.
  • Inschriften einer Synagoge – aus dem Forschungsprojekt zur jüdischen Gemeinde in Hornburg, in: Katrin Keßler u. a. (Hrsg.), Objekt und Schrift. Beiträge zur materiellen Kultur des Jüdischen (Jüdisches Kulturerbe 1), Braunschweig 2016, S. 49–52.
  • (mit Katrin Keßler/ Ulrich Knufinke), Architektur und musikalisch-liturgische Praxis. Orgelsynagogen zwischen Klassizismus und Früher Moderne, in: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 20 (2014), S. 13–31.
  • Synagoge und Tempel – Synagogue and Temple, hrsg. von Aliza Cohen-Mushlin/ Harmen H. Thies, mit Beiträgen von Mirko Przystawik, (Kleine Schriften der Bet-Tfila – Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa 4), Petersberg 2012.